Weck den Hamster in dir

Teil 2    "Veränderung"

        

KONFLIKTE GEBEN UNS DIE CHANCE,

             BEKANNTSCHAFT MIT UNSEREN FÄHIGKEITEN ZU MACHEN.

 

 

 

Seminarinhalte:

  • Die eigenen Bedürfnisse und Werte wahrzunehmen und auch zum Ausdruck zu bringen 
  • Die innere Stimme  wahrzunehmen und als  Lebensberater für sich  zu gewinnen.
  • Strategien erlernen die das Nein-Sagen ermöglichen.
  • Klare Standpunkte  beziehen  und behaupten können.
  • Bewusstes Nein sagen,  Grenzen setzen und erkennen!
  • Empathie (mit den Augen des Anderen sehen und wahrnehmen)
  • Sicherheit in sich selbst finden.

 

Ziele des Seminars:

  • Konfliktfähigkeit.
  • Die Befreiung von der Meinung anderer.
  • Die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse und die Fähigkeit ihnen zu entsprechen.
  • Das Wissen um die eigenen Werte und die daraus resultierende Fähigkeit Grenzen zu setzen.
  • Bewusstheit über die eigenen Stärken und Schwächen erlangen.
  • Ein gesundes Selbstwertgefühl in Konfliktsituationen behalten.

 

 „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen

                                und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas verändert.“

                                                                                                       Albert Einstein (1879 - 1955)

 


Die  Entstehung  des  "Hamsters"


 

Der *Hamster entstand in einer Zeit, in meinem Leben, wo es drunter und drüber ging. Ich war unfähig Nein zu sagen, wollte und konnte  niemanden verletzen. War unfähig Grenzen zu setzen. Mir fehlte der Mut die Wahrheit auszusprechen, weil ich Angst vor Konflikten hatte. Ich war nicht bereit mich mit den Konsequenzen der ausgesprochenen Wahrheiten auseinanderzusetzen.

 

              Ich hatte kaum Selbstwertgefühl, kein Selbstbewusstsein

                                                              und große Ángst vor Konflikten!

 

Ich versuchte mich durchzumogeln, es allen Recht zu machen. Ich verbog mich für alle und war total überfordert. Ich wollte geliebt und anerkannt werden, wurde aber ständig nur ausgenutzt. Chaos breitete sich in meinem Leben aus und mir ging es körperlich und seelisch nicht mehr gut.

 

Die Angst vor Konflikten wuchs und wuchs und mein Selbstwert wurde immer kleiner. Ich begann mich vor dem Leben noch mehr zu fürchten und zog mich zurück, ging Situationen die Stress erzeugen konnten, so gut wie möglich aus dem Weg, wollte mich durchmogeln. Dies alles tat ich natürlich nicht bewusst. Ich log mich, vor mir selbst, immer wieder in die eigene Tasche. Wollte mir nicht eingestehen das ich die "anderen" mehr liebte als mich selbst...

 

Außerdem tut man das ja nicht, widersprechen!

 

Ich tat also so, als würde mir das alles nichts ausmachen. Ich begann sogar damit mir Situationen schön zureden um es leichter auszuhalten. Aber in Wahrheit litt ich sehr darunter. Es wurde immer schlimmer und mir wurde immer noch mehr aufgebürdet und unter der Last bin ich letztendlich zusammengebrochen. Ich wurde böse auf die Welt, auf mich, auf die anderen. Ja, die anderen waren schuld! Sahen nicht was ich alles leistete ohne zu klagen. Sahen nicht wie schlecht es mir ging. Setzten mir keine Grenze und wollten immer noch mehr.

 

Ich für mich, wollte einfach nur in Harmonie mit allen leben und war von meiner Seite aus bereit mein bestes rund um die Uhr dazu beizutragen. Auch um geliebt und anerkannt zu werden.

 

Ich gab alles!

 

Das Resultat war Selbstmitleid, denn keiner sah was ich leistete. Frust machte sich breit, sie nahmen und nahmen aber gaben nichts zurück. Trauer erfüllte mein Herz, es tat so unendlich weh nicht gewürdigt zu werden. Meine Verletztheit trug dazu bei, das ich mich in mir verschloss. Ich war so enttäuscht! Und Wut, ja, ich war so zornig, niemand wusste mich zu schätzen!

Wo ich doch alles, alles gegeben hatte...         Na erkennst du dich darin wieder :)

 

Genau an diesem Punkt meines Lebens entstand der "Hamster".

 

Ich nutzte die Wut als Potential zur Veränderung und begann mich selbst in Konfliktsituationen zu hinterfragen.

  • Warum reagierte ich, wie ich reagierte?
  • Weshalb viel es mir so schwer und anderen so leicht?

Ich beobachtete Menschen die es konnten! Probierte aus, scheiterte und versuchte es von neuem. Suchte nach dem, was die anderen hatten und ich nicht begriff. Wie der kleine Hamster biss ich mich fest und hörte nicht auf zu forschen, zu suchen und zu hinterfragen bis ich bei mir den Knoten löste. Ich glaube ich habe das Thema in allen Facetten erlebt und darf mich heute stolz einen "Hamster" nennen, der fähig ist seine Bedürfnisse klar und deutlich auszudrücken und auch bei Widrigkeiten nicht die Flucht ergreift. Ich bin kein Kampf Hamster der Aggressiv vorgeht. Ich bin der eher beharrliche, konsequente Typ geworden, der mutig für seine Bedürfnisse und durchaus für die anderer, die sich selbst nicht helfen können einsteht.

 

*Warum Hamster? Ich hatte keinen Titel für dieses "Seminar" und lange Zeit überlegt wie ich es nennen soll. Fand aber nur immer halbherzige Namen. Dann eines Tages sah ich bei YouTube ein Video, wo zwei Männer versuchten einen kleinen Hamster von der Straße zu bringen, weil sie ihn nicht überfahren wollten. Der eine Mann versuchte ihn hoch zu heben um ihn in die Wiese zu setzen. Woraufhin der Hamster in Karate artiger Haltung auf den Mann zu hüpfte und  ihn Angriff. Er hat ihn sogar gebissen, so sehr, dass es gleich blutete. Er wich keinen Meter zurück, obwohl da zwei Erwachsene Männer standen. Im Gegenteil, er drängte die Männer zurück, der kleine Kerl. Er war so unglaublich mutig. Letztendlich hielten sie ihm einen Schuh hin, an dem er sich fest biss und konnten ihn so in die Wiese setzen. In einem weiteren Video sah ich wie ein Feldhamster einen Fuchs verjagte und so war der Begriff "Weck den Hamster" in dir geboren...

 

 

HamsterSeminar  in  Langenau  2014