Vergebung ist Herzensangelegenheit

 

Manchmal ist es schwer zu vergeben, wir können es einfach nicht gut sein lassen. Weder bei uns selbst, noch bei den Anderen. Zu tief sitzen die Verletzungen und immer wieder tauchen dieselben Gedanken und Bilder in uns auf.  Oft fühlen wir uns ausgeliefert,  ohnmächtig den Gedanken und Emotionen gegenüber die so viel Macht, Kraft und Stärke in sich tragen.

 

            Vergebung findet nicht im Verstand statt,

                                    sondern in deinem Herzen!

       

 

 

 

 

Wir können die Vergangenheit

              nicht verändern,

                                                                    aber sehr wohl das jetzt.

 

 Es ist "nur" eine Ent - scheidung !

 

Ich lade dich in diesem Seminar ein, die Verstandesebene zu verlassen

                                                      und die Herzebene zu betreten. 

 

                  

Befreie und entbinde dich von tatsächlich Erlebtem.

 

 

                                        

Experiment  Vergebung

Komm und mach mit, es tut richtig gut! 

 

Schreibe alles auf, was du anklagen möchtest! Nicht aus dem Verstand, unzensiert aus der Emotion heraus. Alles was dir in den Sinn kommt - jede Anklage, die du in deinem Herzen trägst, bringe sie zu Papier.

 

Hier ein paar Starthilfen, falls dir nichts einfällt ;)

  • Du bist Schuld, das...
  • Du hast mich...
  • Ich bin so wütend weil...
  • Ich bin so enttäuscht von dir weil...
  • Ich bin so traurig weil...
  • Du warst so...
  • Nie hast du...

Wenn du alles aufgeschrieben hast, wirklich alles, dann fühlst du dich leer. Denn nun ist es ja auf dem Papier. Jetzt will es gewürdigt werden, als das was es ist, etwas Vergangenes, etwas das bereits geschehen ist. Du weist, das du es nicht mehr ändern kannst, du kannst es nur nehmen - so wie es ist - du hast Gefühle dazu, schreibe sie auf, schreibe hinter jeden Satz das zugehörige Gefühl. Denn das Gefühl, was du hast, ist das was du verändern kannst.

 

                                                  Dies ist eine Entscheidung !!!

                       Deine Entscheidung !!!

 

Ich nenne das, was jetzt geschieht SELBSTERKENNTNIS.

 

"Manchmal ist genau das, was passiert, gut für uns.

Selbst dann, wenn es sich schrecklich anfühlt.

Es braucht manchmal nur etwas Zeit, 

bis wir rückblickend Zusammenhänge erkennen können."

(Lezah)

 

Der nächste Schritt ist dich mit diesen Gefühlen auszuhalten, nimm immer das, was gerade am stärksten da ist. Nimm es so wie es ist. Atme, fühle, nimm es an. Beobachte was geschieht?

 

Was macht es mit dir, wenn du es nimmst, es anerkennst als das was es ist, etwas vergangenes?

 

Wie viel Macht räumst du ihm noch ein?

Welchen Platz hat es jetzt in deinem Leben und wo sollte sein Platz sein?

 

Wenn wir Vertrauen haben, 

dass uns jedes Erlebnis in unserer Entwicklung weiter bringt,

dann können wir auch akzeptieren.

(Lezah)

 

Wenn du es geschafft hast, das Gefühl zu akzeptieren, das du ehrlich für denjenigen, dem du nicht vergeben kannst empfindest, egal ob es jetzt gut oder schlecht ist.

 

Kommen wir zum nächsten Schritt:

Wandle die Sätze die du aufgeschrieben hast in es tut mir leid:

 

Beispiel:

  • Du bist Schuld, das ich zuviel Verantwortung tragen musste

Wandlung:

  • Es tut mir so leid, das du so überfordert warst, das du mir die Bürde der Verantwortung aufgeladen hast.

Denke nicht darüber nach, sondern spüre nur, was es mit dir macht...

 

Hier noch ein wunderbar hilfreicher "Vers" in Sanskrit:

Man kann ihn Singen, beten, liebevoll sprechen.

 

Kapitel 18, Vers 66 der Srimad Bhagavad-Gita

 

 

sarva - dharmàn pari - tyajya

mám ekam `saranam vraja

aham tvà sarva - pàpebhyo

moksayiyàmi mà `sukah

 

Übersetzung:

Gib alle frommen Bräuche/ Glaubenssätze auf und begib Dich in meinen (Gottes) alleinigen Schutz; ich werde Dich von allem Übel befreien, traure nicht.

 

sarva all-;

dharma m. Gesetz, Religion, Pflicht, Recht, Gerechtigkeit, frommer Brauch;

pari Präfix rund herum;

pari-tyaj ganz aufgeben;

mām mich, zu mir;

eka eins, allein;

śaraa n. Schutz;

vraja (vraj) gehe;

aham ich;

tvā dich;

sarva all-;

pāpa n. Übel, Sünde etc.;

mokayiyāmi (muc) ich werde befreien;

nicht;

śuca (śuc) bedaure, traure.

 

                                                                                                                                                     © Maria Theim