Selig sind, die da geistlich arm sind;

das Himmelreich ist ihr.

 

(Psalm 51.19) (Jesaja 57.15)

 

 

 

 

 

Hättest du gedacht, das die Seligpreisungen

 

                     eine Meditation sind?

 

Und die Bergpredigt mit dem Herzen gelesen

 

                    soviel hilfreiches offenbart?

 

     

 

                                    

 

               So wie es Naturgesetze gibt,

                                gibt es auch geistige Gesetze!

 

 

           In der Bergpredigt sind Gesetzmäßigkeiten enthalten, 

                                            Gesetzmäßigkeiten wirken, ob wir sie kennen oder nicht.

 

  

Als Jesus damals die Menschen nachfolgten und seine Worte in sich aufsogen, waren sie, so glaube ich, genau wie wir auch, auf der Suche nach Gesundheit, Liebe, Glück, Zufriedenheit, Harmonie und Wohlstand. Und als Jesus das Volk und seine Bedürfnisse sah und auch begriff, wie schwer es ihnen viel seine Lehren in die Tat umzusetzen, hielt er inne, stieg auf einen Berg und begann sie in Gleichnissen die Gesetzmäßigkeiten zu lehren!

 

                           In seinem ersten Gleichnis, Salz und Licht,

                                          vergleicht Jesus den Menschen mit dem Salz der Erde.

 

Er Begann mit: "Ihr seid das Salz der Erde!".

 

Wenn ich mir nun bewusst mache was Salz vor über 2000 Jahren war, dann komme ich zu der Erkenntnis, dass es damals, wie heute, einzigartig ist. Oder kennt ihr etwas das vergleichbar wäre mit Salz? Auch war vor 2000 Jahren Salz ein sehr wertvolles Handelsgut. Also, ist der Mensch nach Aussage von Jesus, einzigartig und wertvoll.

 

Weiter sagte er: Wenn das Salz nicht mehr salzig ist, wozu ist es dann nütze? Es wird auf die Straße geworfen und von den Leuten zertreten. Wenn also das "Ich bin" Salz ist, dann bedeutet nicht mehr salzig zu sein, dass ich meinen Geschmack, meinen Pep verloren habe, meine Besonderheit die mich ausmacht. Er fragt mich, wenn ich das einzigartige, besondere, das eben nur mich ausmacht, nun nicht mehr lebe, wozu ich dann noch nütze sei?

 

Dies so finde ich, ist eine berechtigte Frage.

 

Bleibt noch das Licht! Salz und Licht... nun das Salz haben wir schon übersetzt, was also bedeutet Licht? Wozu brauche ich Licht? Wann mache ich das Licht an? Ah! Wenn es dunkel wird! Wenn ich etwas nicht mehr klar und deutlich sehen kann, dann mache ich das Licht an! Also, wenn ich nicht mehr klar und deutliche das einzigartige und besondere das "Ich bin" sehen kann und mir mein eigener Wert vor den Augen schwindet, dann ist es in jedem Fall Zeit das Licht neu zu entzünden.

 

Aber wie tut man das? Wie entzündet man das Licht in sich neu?

 

Habt ihr schon einmal Schulkinder auf dem Pausenhof beobachtet? Wie sie mit ihren Mitschülern umgehen, denen es an Persönlichkeit und Selbstwert fehlt? Sie werden geschubst, getreten, gemobbt, gehänselt und ausgenommen. Sie werden so lange traktiert, bis sie sich vor Wut platzend den Weg freikämpfen und ihren Wert wiederfinden. Sie gehen in ihre Kraft und lassen sich nichts mehr gefallen! Sie haben ihre Bedürfnisse erkannt und stehen für sie ein! Dies ist leider oft ein sehr langwieriger Prozess, der aber immer aus den zwei Worten heraus entsteht: " Jetzt reicht's! " 

 

Diesem erlösendem befreiendem Satz gehen oft unendliche Qualen voraus.

 

Auch in Firmen finden wir diese Prozesse wieder, nur werden sie dort nicht mit den "Fäusten" wie auf dem Pausenhof ausgetragen, sondern eher versteckt auf verbale Weise praktiziert. Noch schwerer greifbar als auf dem Pausenhof und nicht weniger schmerzhaft für die Betroffenen.

 

Nun, wie finden wir heraus aus der Misere? Wie kommen wir zu der Charismatischen selbstbewussten Ausstrahlung die eine gelebte Persönlichkeit innehat? Wie kann ich Salz und Licht nun praktisch leben?

 

Betrachten wir nun den nächsten Abschnitt:

Ihr seid das Licht der Welt! Licht haben wir gesagt, entzünden wir, wenn wir nicht mehr klar und deutlich sehen können.

 

Was aber, bedeutet für mich die Welt?

 

Nun, sie ist der Ort an dem ich lebe, der Kreislauf in dem mein Leben stattfindet, Familie, Arbeit, Freizeit, Nachbarn usw. Nehme ich dies nun wörtlich und schaue mir den Ort, an dem ich lebe genauer an, werde ich schnell feststellen warum ich so bin wie ich bin.

 

Wie innen so außen!

 

Was mich direkt umgibt, sowie welcher Art es ist, ist auch in mir. Es kann die Stadt die auf einem Berge liegt nicht verborgen sein. Eine Stadt besteht aus vielen Häusern, in all den Häusern wohnen Menschen. Hoch droben auf dem Berge habe ich Klarheit, kann mir leicht den Überblick verschaffen. Eine Stadt ist unglaublich vielfältig, sie beinhaltet so vieles. Denk nur mal an deine Stadt, kennst du dort alle Geschäfte, Gassen und Winkel? Ich glaube, das Gleichnis fordert uns auf, unsere Umgebung und unser Innerstes zu beleuchten. Uns Selbst, sowie unser Umfeld in all seinen Facetten, zu erkennen.

 

Mach dich auf die Suche!

 

Was ist dein Salz? Wer oder was stiehlt dir dein Selbstbewusstsein, unterdrückt deine Individualität? Oder kennst du dein Licht und stellst dich nur unter einen Scheffel, weil du nicht mutig genug bist, es zu leben oder dich nicht gegen dein Umfeld behaupten kannst? Jesus fordert uns auf, unser Licht auf einen Leuchter zu stellen, so dass es allen im Hause leuchtet. Er fordert uns quasi auf, die Erkenntnisse, die wir auf der Suche nach dem "Salz" erlangt haben, als wir unsere "Welt", unser Umfeld und uns Selbst beleuchteten, mit allen die im Hause sind, zu teilen. Dies heist aber auch ehrlich zu sein, die Mitmenschen mit der Wahrheit zu konfrontieren, wie auch immer sie aussehen mag. Dies kann manchmal schmerzhaft sein und wir erkennen, das dies der Grund war, warum wir bisher versucht haben dieses Gespräch zu vermeiden.

 

Viele von uns haben gelernt, Ja zu sagen, wenn sie Nein meinen. Es ist in Deutschland noch gar nicht so lange her, dass man für seine freie Meinungsäußerung, "abgeholt" wurde. Unsere Großeltern lehrten uns, aufgrund dieser Erfahrung, dass es sehr wichtig ist, was die Nachbarn über uns Denken. Heute werden wir nicht mehr "abgeholt" und doch sind wir unfrei. Zu tief sitzen die emotionalen Wunden unserer Ahnen. Ich denke es ist Zeit, sich zu befreien, wie die Kinder auf dem Schulhof es tun! Ich meine damit nicht, sich zu prügeln! :) Sondern sich zu erheben, das Kreuz durchzudrücken, den eigenen Wert zu erkennen und für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse einzustehen.

 

Ich wünsche mir keine Welt die aus Egoisten besteht, die nur sich und ihre Bedürfnisse kennen. Ich wünsche mir eine Welt, wo jeder jedem zugesteht seine Individualität, sein "Salz" zu leben! Sofern es niemandem schadet. Ich wünsche mir eine Welt der Empathie, eine Welt, in der wir durch unsere eigenen Augen klar und deutlich die Realität sehen und Verantwortung dafür übernehmen. Und ich wünsche mir auch, dass wir fähig sind, durch die Augen unseres Nächsten zu blicken, weil wir uns aufrichtig für ihn interessieren und ihm alles zugestehen, was wir auch uns selbst zugestehen würden, sofern es niemand schadet.

 

Die goldene Regel:

Alles also, was ihr wollt das euch die Menschen tun, das tut auch ihnen. -Jesus-

 

Der Umkehrschluss wäre dann ja wohl:

Was du nicht willst das man dir tue, das füg auch keinem andern zu.

 

Ach ja, die Bergpredigt enthält alle diese Gesetzmäßigkeiten an denen wir Aktion und Reaktion anhand der Gleichnisse erkennen können. 

 

 

 

Ein kleiner Ausschnitt aus der Übersetzung der Wort / Bild / Symbolsprache...

 

Die Seligpreisungen

 

1 Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm, 2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

 

Da er die unruhige Zeit sah, ging er in sich und vereinte sich dort mit Himmel und Erde (Berg), was ihn von der Angst befreite und seine Persönlichkeit sowie sein Selbstvertrauen stärkte.

 

Er gewann an Ruhe und Besonnenheit, was es ihm ermöglichte sich Klarheit über die bevorstehenden Schwierigkeiten und Hindernisse zu verschaffen. Der Erfolg war ihm aufgrund dieser Handlungsweise sicher. So konnte er seine Aufgaben voller Selbstvertrauen angehen.

 

Durch dieses Verhalten zog er eine Gemeinschaft von Menschen an, die von ihm lernen wollten. Der engste Kreis dieser Gruppe, war eine Eliteeinheit, die einen hohen Anspruch an sich selbst hatte. Sein Lehren und wirken in dieser Einheit erschuf eine so tiefe Verbundenheit, das Vertrauen daraus resultierte und er diesen Jüngern eine hervorgehobene Autorität verlieh.

 

Er suchte den Kontakt zu den Leuten und die Predigt auf dem Berg entsprang seinem tiefsten emotionalen Bedürfnis der Menschheit die Gesetzmäßigkeiten des Lebens mitzuteilen. So formte er sein Wissen in Gleichnisse um den Menschen, für sie neue, und erstaunliche Verhaltensweisen nahezulegen. Er tat dieses sehr emotional.

 

3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

(Psalm 51.19) (Jesaja 57.15)

 

 

Empfinde Liebe in deinem Herzen und blende alle Gedanken aus, die zu viel oder nutzlos sind.

 

Dein Atem wird langsamer und tiefer, dein Körper entspannt sich.

 

Entfalte dich -Strebe nach höheren Zielen. Habe hochfliegende Gedanken und schöpferische Einfälle.

 

 

So werden deine Wünsche Wirklichkeit…..

 

 

      Glaube ist etwas lebendiges, spürbares …

                                    Es ist in jedem von uns …

 

Ich freue mich auf spannende Abende mit euch, an denen wir gemeinsam die Lehre Jesu neu entdecken. Um seine Botschaft besser erfassen zu können, werden wir in die Symbolik alter Sprachen eintauchen. Wir  werden der Zeit bedenken, in der die Predigt geschrieben wurde und beginnen so in Wort, Bild und Emotion die Gleichnisse zu verstehen.

 

 

                                                                                                                                                  © Maria Theim