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Fili und Kili

Als sich Fili so ganz flach in meine Hand schnuckelte und so warm und weich da lag, war es schon um mich geschehen. Er hatte mein Herz im Sturm erobert. Ich bin fast stündlich die erste Nacht aufgestanden um zu schauen ob er noch lebt. Wir hatten ja noch keinen Brutkasten. Gott sei Dank war es August und richtig warm. Am nächsten Tag trafen wir uns mit Uschi (die Geschichte wie wir zu Uschi kamen, hat Rainer ja schon erzählt) und bekamen unendlich viele wertvolle Informationen und einen Brutkasten für Fili.

 

2 Tage später, ich habe Fili wieder zu Uschi gebracht, damit sie ihn sich nochmal ansieht, da Filis Beinchen immer so weg hängt und er nicht richtig stehen kann und immer wieder zur Seite kippt. Es ist mir so wichtig, alles richtig zu machen, damit er die bestmöglichen Chancen zum Überleben hat. Wir wissen nicht ob es wieder wird mit seinem Beinchen und ob er überhaupt ausgewildert werden kann. Vögel die nicht ausgewildert werden können, weil sie alleine nicht lebensfähig sind, werden eingeschläfert. Als ich das hörte, war klar für diese Vögel, die zwar alleine nicht klar kommen, aber sonst fit und lebenslustig sind, bauen wir eine Volliere. 

 

Die ersten 2 Wochen hatte Rainer ja Urlaub und sich sehr intensiv um Fili und auch Kili den wir von Uschi dazubekommen haben gekümmert. Als Rainer wieder in die Arbeit ging, hatte ich "alleine" 2 kleine süße Spatzen an der Backe :)

Die Stündlich gefüttert werden wollten. Sie haben mein Leben übernommen und das ist wunderbar, anstrengend und unendlich bereichernd. Ich darf so viel von ihnen lernen...

 

 

Morgens ist Alarm im Nest, 6.30 Uhr Heimchen müssen aufgetaut werden, Mehlwürmern gehören die Köpfe abgeschnitten und dann will das ganze Getier in den Vogel hinein. Es ist wie bei Babys, Hunger, Durst, saubermachen...

 

Kaum ist man fertig, startet Runde 2 ;)

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